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05.02.10 14:12 Alter: 174 days

Viele Hotels auf Malloca müssen schliessen

Kategorie: NEWS

 

2009 war für die gesamte Reisebranche ein sehr schwieriges Jahr. Auch den Tourismus auf den Balearen hat es hart getroffen. Laut dem Hotelverband von Mallorca muss auf der Ferieninsel gut jedes fünfte Hotel schliessen.

Die Wirtschaftskrise, Sorgen um die Jobs und weitere Probleme haben im letzten Jahr für sinkende Buchungszahlen auf den Balearen gesorgt. Die Hotels spüren die sinkenden Einnahmen. Für viele waren die rückläufigen Buchungen gar existenzbedrohend. So müssen laut dem Hotelverband von Mallorca gut 20 Prozent der Hotelanlagen auf Mallorca in diesem Jahr ihre Tore schliessen. Die Inselregierung hat zuletzt einige Massnahmen ergriffen um die Besucher in Zukunft wieder vermehrt anzulocken. So sollen beispielsweise die Strände und Ortschaften verschönert werden. Ob dies alleine reicht wieder mehr Touristen nach Mallorca zu bringen darf allerdings zurecht bezweifelt werden.

Schlechte Nachrichten haben auch die Arbeitsämter von Spanien zu berichten. Laut neusten Prognosen dürfte die Arbeitslosenquoten im Land dieses Jahr die 20 Prozent Marke knacken. Sprich jeder fünfe potentieller Arbeitnehmer ist in Spanien arbeitslos, eine erschreckend hohe Zahl. Laut der Regierung beliefen sich die Zahlen zuletzt auf 18.8 Prozent. Der Wirtschaftssekretär José Manuel Campo befürchtet allerdings, dass die Zahl in diesem Jahr nochmals deutlich steigen wird. Besonders junge Menschen haben ein Problem in dieser Krisensituation einen Job zu finden. So beträgt die Arbeitslosenquote bei den Unter 25 Jährigen 44.5 Prozent. Diese Zahl ist noch deutlich erschreckender. Die Balearen sind von der Arbeitslosigkeit zur Zeit sehr betroffen. Laut Medienberichten soll die Arbeitslosenquote auf den Balearen zur Zeit gar 24 Prozent betragen. Damit liegt die Zahl über dem spanischen Durchschnitt. Zurückzuführen ist dies vorallem auf den serbelnden Tourismus und dem damit verbundenen Stellenabbau. Viele Saisonarbeiter, welche von den Hotels jeweils nur für eine Saison angestellt wurden fanden im letzten Jahr keine Arbeit. Ob sich ihre Situation in diesem Jahr deutlich bessern wird darf bezweifelt werden. In vielen Umfragen gaben die Menschen an auch im Jahr 2010 nicht wesentlich öfters verreisen zu wollen.

Etwas Hoffnung zeichnet sich in den letzten Wochen trotzdem ab auf dem Arbeitsmarkt der Balearen. so soll die Arbeitslosigkeit im Januar gesunken sein. Trotzdem sind auf den Balearischen Inseln immer noch über 90000 Menschen ohne Job. Betroffen von der hohen Arbeitslosenquote bleibt weiterhin vorallem der Dienstleistungssektor sowie der Bausektor.

Die Tourismusbranche hofft auf die kommende Sommersaison. Zu einem erfolgreichen gelingen sollen auch diverse Ferienmessen ihr Beitrag leisten. Auch Mallorca ist auf vielen davon vertreten. Allgemein bleibt der Optimismus in diesem Bereich allerdings weiter gedämpft. Viele Wirtschaftsexperten sind zur Zeit der Ansicht, dass die Krise noch eine zeitlang anhalten wird, ja eventuell gar eine zweite Wirtschaftskrise auf die Welt zukommen könnte. Die allgemeine Wirtschaftslage hat natürlich einen sehr grossen Einfluss aufs Reiseverhalten allgemein. Auch nahe Destinatione wie Mallorca leiden unter ihr, wenngleich die Fernreiseziele oftmals noch stärker betroffen sind. Dass den Leuten der Geldbeutel zur Zeit enger sitzt spürt man auf den Balearen allerdings deutlich.

Sehr deutlich ist die Krise auch auf der Nachbarinsel von Mallorca auf Menorca zu spüren. Die Rezession hat die kleine Insel bereits erreicht. Laut Behörden sind die Besucherzahlen im letzten Jahr in den Keller gefallen. Im Vergleich zum Jahr 2008 sollen gut 400'000 weniger Touristen auf die Insel Menorca gekommen sein.

Auf den Balearen sollen zahlreiche Gemeinden verschönert werden. Laut Medienberichten sollen auf den Ferieninseln diverse Gemeinden verschönert und so für den Tourismus noch attraktiver gestaltet werden. Ausserdem soll mit dieser Massnahme der Arbeitsmarkt angekurbelt werden. Für Verschönerungsmassnahmen in den 21 Gemeinden auf den Balearen wurde ein Budget von 12 Millionen Euro genehmigt. Zwei Drittel der betroffenen Gemeinden sollen übrigens auf Mallorca liegen. Gute Nachrichten kommen auch aus der Stadt Palma de Malloca. Hier soll ein kostenloser Fahrradverleih aufgezogen werden, wie ihn bereits viele andere Städte in Spanien anbieten. Insgesamt soll das Projekt gut achthunderttausend Euro kosten. In der ganzen Stadt sollen Fahrradstationen errichtet werden, bei denen man kostenlos Fahrräder ausleihen kann. Die ausgeliehenen Fahrräder sollen eine halbe Stunde kostenlos benützt werden können und den Verkehr in der Inselhauptstadt entlasten.

Quelle der Nachrichten: inselradio.de der Nachrichtensender von Mallorca.






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